Rudolf Diesel war ein deutscher Maschinenbauingenieur und Erfinder, der weltweit für seine berühmte Erfindung des Dieselmotors anerkannt wurde. Als zweites Kind bayerischer Einwanderer verbrachte er die ersten Monate seines Lebens in einer Vincennes-Bauernfamilie. Als kleines Kind arbeitete er in der Werkstatt seines Vaters, um die finanziellen Bedürfnisse seiner Familie zu befriedigen. Diesels Interesse an Technologie entwickelte sich, als er an einer protestantisch-französischen Schule war. Er und seine Familie mussten während des Deutsch-Französischen Krieges Deutschland verlassen und ließen sich schließlich in London nieder. Der damals 12-jährige Diesel wurde nach Deutschland zurückgeschickt, wo er mit einem Stipendium am Königlich Bayerischen Polytechnikum München studierte. Seine Karriere als Erfinder begann in den frühen 1890er Jahren, als er seinen Professor Carl von Linde beim Bau einer Kälteanlage unterstützte. Diesel entwickelte bald die Idee für einen Verbrennungsmotor und entwickelte sie 1897 erfolgreich. Im September 1913 verschwand er plötzlich auf einem Dampfer auf dem Weg zu einem Treffen in London. Er soll später gestorben sein. Er hinterließ seine Frau und drei Kinder.

Kindheit & frühes Leben

Rudolf Diesel wurde am 18. März 1858 als Rudolf Christian Karl Diesel in Paris, 2. Französisches Reich, als Sohn des Buchbinders Theodor und seiner Frau Elise geboren.

Nach seiner Geburt wurde er einer Vincennes-Bauernfamilie übergeben, mit der er seine ersten neun Monate verbrachte. Als kleines Kind arbeitete er in der Werkstatt seines Vaters und half ihm, Lederwaren an Kunden zu liefern.

Diesel studierte an einer protestantisch-französischen Schule und erhielt für seine Fähigkeiten die Bronzemedaille der Société pour l'Instruction Elémentaire.

Während des Deutsch-Französischen Krieges zogen er und seine Familie nach England, wo er eine englische Schule besuchte. Später wurde er jedoch nach Deutschland zurückgeschickt, um bei seiner Tante und seinem Onkel zu leben.

Nach Abschluss seiner Grundausbildung im Jahr 1873 schrieb sich Rudolf Diesel an der Augsburger Industrieschule ein. Mit etwa 16 Jahren erhielt er ein Verdienststipendium für ein Studium am Königlich Bayerischen Polytechnikum München.

Werdegang

Nach seinem Abschluss mit den höchsten akademischen Auszeichnungen im Jahr 1880 kehrte Rudolf Diesel nach Paris zurück, wo er mit seinem ehemaligen Professor Carl von Linde zusammenarbeitete und ihn beim Bau einer modernen Kälteanlage unterstützte.

Später wurde er Betriebsleiter und arbeitete dort weiter, wo er verschiedene Patente in Frankreich und Deutschland erhielt.

1890 zog Diesel nach Berlin, um die Leitung der Firma Linde zu übernehmen. Bald erweiterte er seine Experimente über die Kühlung hinaus und begann auf dem Gebiet des Dampfes zu arbeiten.

Seine Forschungen zu Kraftstoff und thermischem Wirkungsgrad führten ihn zum Bau einer Dampfmaschine mit Ammoniakdampf. Der Motor explodierte jedoch während der Tests.

Rudolf Diesel, der immer davon geträumt hatte, einen Verbrennungsmotor zu entwerfen, schloss seine Theorie 1892 ab. In diesem Jahr gelang es ihm, ein deutsches Patent für seine Theorie zu erhalten.

1893 veröffentlichte er eine Abhandlung, die ihm beim Bau seines ersten Dieselmotors half. Später in diesem Jahr wurde er von Heinrich von Buz, dem Direktor des deutschen Maschinenbauunternehmens MAN AG, eingestellt.

1897 lief sein erster Dieselmotor erstmals erfolgreich. Es wird derzeit im Deutschen Technikmuseum in München ausgestellt.

Dem legendären Erfinder gelang es bald, Patente für seine neue Erfindung in mehreren Ländern, einschließlich den USA, zu erhalten.

1978 wurde Rudolf Diesel posthum in die Automotive Hall of Fame aufgenommen.

Verschwinden und Wiederherstellung des Körpers

Ende September 1913 bestieg Rudolf Diesel auf dem Weg zu einem Treffen in London einen Dampfer in Belgien. In der Nacht des 29. September aß er zu Abend und ging in seine Kabine, um zu schlafen. Seine Kabine war am nächsten Morgen leer.

Einige Tage später stieß ein niederländisches Boot in der Nordsee in der Nähe von Norwegen auf eine stark zersetzte Leiche. Aus dem Körper wurden mehrere persönliche Gegenstände entnommen, die später von Rudolfs Sohn als Hab und Gut seines Vaters identifiziert wurden.

Am 14. Oktober 1913 soll die Leiche von Diesel in der französischen Schelde gefunden worden sein. Danach tauchten mehrere Geschichten über den Tod des Erfinders auf. Während viele Leute argumentierten, er habe Selbstmord begangen, sagten einige, er sei ermordet worden.

Kurz nach seinem Verschwinden öffnete Diesels Frau die Tasche, die ihr Mann ihr kurz vor seiner Abreise gegeben hatte. Sie entdeckte eine Reihe von Abschlüssen sowie 200.000 Mark in bar.

Später wurde auch Diesels Tagebuch, in dem am 29. September, am selben Tag, an dem er vermisst wurde, ein Kreuz gezogen wurde, vom Schiff aus entdeckt. Dies deutete darauf hin, dass er möglicherweise Selbstmord begangen hatte.

Familien- und Privatleben

1883 heiratete Rudolf Diesel Martha Flasche. Das Paar hatte drei Kinder, Eugen, Heddy und Rudolf Jr.

Nach Diesels Tod wurde sein Motor in mehreren Anwendungen zum Ersatz für den Dampfkolbenmotor, einschließlich landwirtschaftlicher Maschinen, stationärer Motoren und moderner Automobile.

Sein Motor lief zunächst mit Erdnussöl. Später wurde die Hauptbrennstoffquelle seiner Motoren als „Dieselkraftstoff“ bekannt, eine Ölsorte, die bei der Raffination von Erdöl als Nebenprodukt anfällt.

Kurzinformation

Geburtstag 18. März 1858

Nationalität: Französisch, Deutsch

Gestorben im Alter von 55 Jahren

Sonnenzeichen: Fische

Auch bekannt als: Rudolf Christian Karl Diesel

Geborenes Land: Frankreich

Geboren in: Paris, Frankreich

Berühmt als Erfinder des Dieselmotors

Familie: Ehepartner / Ex-: Martha Diesel Vater: Theodor Diesel Mutter: Elise Diesel Kinder: Eugen Diesel Gestorben am: 29. September 1913 Todesort: Ärmelkanal Todesursache: Ertrinken Entdeckungen / Erfindungen: Dieselmotor Weitere Fakten Ausbildung: Technische Preise der Universität München: Elliott Cresson Medal National Inventors Hall of Fame