Die heilige Teresa von Avila, auch die heilige Teresa von Jesus genannt, war eine bekannte spanisch-römisch-katholische Heilige aus dem 16. Jahrhundert. Sie war eine Reformerin des Karmeliterordens und eine wichtige Figur der Gegenreformation, einer Zeit der katholischen Wiederbelebung, die als Reaktion auf die protestantische Reformation Mitte des 16. Jahrhunderts eingeleitet wurde. Sie war auch eine Mystikerin und Autorin und gilt als Schutzpatronin der Kopfschmerzkranken und der spanischen katholischen Schriftsteller. Sie wurde in einen religiösen Haushalt hineingeboren und von strengen und frommen christlichen Eltern erzogen. Schon in jungen Jahren war sie vom Leben der Heiligen fasziniert und lief im Alter von sieben Jahren von zu Hause weg, um unter den Mauren das Martyrium zu suchen. Sie wurde schließlich nach Hause gebracht, setzte aber dennoch ihre Suche nach spirituellem Wissen fort. Der vorzeitige Tod ihrer Mutter, als Teresa noch ein Teenager war, verstärkte ihre Hingabe an Gott und Religion, als sie sich instinktiv an die Jungfrau Maria wandte, um sich zu trösten. Sie betrat später ein Karmeliterkloster der Menschwerdung in Ávila und wurde Nonne. Sie legte den Grundstein für den katholischen Bettlerorden, die Discalced Carmelites oder Barefoot Carmelites, zusammen mit einem anderen spanischen Heiligen, dem Heiligen Johannes vom Kreuz. Sie wurde Jahre nach ihrem Tod heiliggesprochen und in jüngerer Zeit zum Doktor der Kirche ernannt.

Kindheit & frühes Leben

Die heilige Teresa von Avila wurde am 28. März 1515 als Teresa de Cepeda y Ahumada in Gotarrendura, Ávila, Krone von Kastilien (heutiges Spanien) geboren. Ihr Vater, Alonso Sánchez de Cepeda, war ein sehr strenger Mann, während ihre Mutter, Beatriz de Ahumada y Cuevas, eine religiöse und freundliche Frau war.

Schon in jungen Jahren interessierte sie sich sehr für Religion und lernte gern das Leben der Heiligen kennen. Sie betete stundenlang schweigend und verteilte Almosen an die Armen und Bedürftigen. Schon als Kind war sie sehr fromm und gutherzig.

Sie war ihrer Mutter sehr nahe. Die Tragödie ereignete sich, als ihre Mutter starb, als Teresa erst 14 Jahre alt war. Mit Trauer suchte das Mädchen Trost in der Religion und wurde instinktiv von der Jungfrau Maria angezogen.

Sie erlebte einige Veränderungen in ihrer Persönlichkeit, als sie Ende Teenager war. Obwohl sie noch religiös war, entwickelte sie auch Interesse daran, populäre Belletristik zu lesen und sich um ihr Aussehen zu kümmern. Sie war von Natur aus charmant und liebte es, mit ihren vielen Freunden Kontakte zu knüpfen.

Ihr Vater schickte sie mit 16 Jahren zur Ausbildung zu den Augustinerinnen nach Ávila.Dies entfachte ihre Liebe zur Religion und sie beschloss, Nonne des Karmeliterordens zu werden und ein spirituelles Leben zu führen.

, Niemals allein

Spätere Jahre

Obwohl sie sich dem Kloster angeschlossen hatte, um ein spirituelles Leben zu beginnen, war die Umgebung im Kloster solchen Bestrebungen überhaupt nicht förderlich. Es gab keine Harmonie unter den Nonnen, und der Ort war mit zu vielen Besuchern überfüllt. Daher konnte sich Teresa nicht auf ihre Gebete konzentrieren und war enttäuscht, dass das Kloster bei ihrem spirituellen Fortschritt überhaupt nicht half.

Anfang 1560 lernte sie den Franziskanerpriester St. Peter von Alcantara kennen, der ihr geistlicher Führer und Ratgeber wurde. Von ihm ermutigt, beschloss sie nun, ein reformiertes Karmeliterkloster zu gründen.

Guimara de Ulloa, eine wohlhabende Freundin, die die Mittel zur Verfügung stellte, half ihr bei ihrem Ziel. Teresa verbrachte auch Jahre damit, spanisch-jüdische Konvertiten davon zu überzeugen, dem Christentum zu folgen.

1562 gründete sie ein neues Kloster namens St. Joseph's (San José). Obwohl das Kloster anfangs von finanziellen Problemen und Armut geplagt war, arbeitete sie in den nächsten Jahren hart daran, neue Häuser ihres Ordens zu errichten.

Sie errichtete zwischen 1567 und 1571 mehrere Reformklöster in Medina del Campo, Malagón, Valladolid, Toledo, Pastrana, Salamanca und Alba de Tormes. Sie erhielt auch die Erlaubnis, zwei Häuser für Männer zu errichten, die die Reformen übernehmen wollten.

Die heilige Teresa von Avila verbrachte viel Zeit in Einsamkeit und dachte im Namen Gottes nach. Als Autorin gilt sie als eine der führenden Schriftstellerinnen für geistiges Gebet, eine Form des Gebets, bei der man Gott durch Dialog und Meditation über Gottes Worte liebt.

Hauptarbeiten

1580 schrieb sie das „Castillo Interieur / Las Moradas“ (Innenschloss / Die Villen), das zu ihrem bekanntesten literarischen Werk wurde. Sie beschrieb die verschiedenen Stadien der spirituellen Evolution, die zum vollen Gebet führten.

Ein weiteres ihrer berühmten Werke ist "The Way of Perfection", in dem sie eine Methode beschreibt, um Fortschritte im kontemplativen Leben zu erzielen. Sie nannte dies ein "lebendiges Buch", da sie den Weg des Gebets und der christlichen Medikation detailliert beschrieben und auch den Zweck und die Herangehensweisen an das spirituelle Leben erklärt hatte.

Persönliches Leben & Vermächtnis

Die heilige Teresa von Avila blieb ihr ganzes Leben lang aktiv. Schon als sie Mitte sechzig war, gründete sie weiterhin Klöster, um den Katholizismus zu fördern. Tatsächlich wurden die Klöster in Nordandalusien, Palencia, Soria und Burgos gegen Ende ihres Lebens von ihr gegründet.

Während einer ihrer Reisen von Burgos nach Alba de Tormes wurde sie sehr krank und starb am 4. Oktober 1582.

Teresa von Avila wurde 1622, vierzig Jahre nach ihrem Tod, von Papst Gregor XV. Heiliggesprochen.

Im Dezember 1970 verlieh ihr Papst Paul VI. Die päpstliche Ehre des Doktors der Kirche, was sie zu einer der ersten Frauen machte, denen die Auszeichnung verliehen wurde.

Kurzinformation

Geburtstag: 28. März 1515

Staatsangehörigkeit Spanisch

Gestorben im Alter von 67 Jahren

Sonnenzeichen: Widder

Auch bekannt als: Teresa von Ávila, Heilige Teresa von Jesus, Teresa Sánchez de Cepeda und Ahumada

Geboren in: Gotarrendura

Berühmt als Heilige