Der heilige Sebastian war ein christlicher Heiliger des 3. Jahrhunderts und ein Märtyrer. Nach Abschluss seiner Ausbildung in Mailand hatte er sich der römischen Armee angeschlossen, um den leidenden Christen zu helfen. Für seinen unglaublichen Dienst an der Armee wurde Sebastian befördert, in der Prätorianergarde zu dienen und Kaiser Diokletian zu beschützen. Er arbeitete auch für die Armee von Kaiser Carinus und wurde bald Kapitän. Als die Behörden jedoch herausfanden, dass Sebastian Christ war und viele Soldaten konvertiert hatte, wurde ihm befohlen, von mauretanischen Bogenschützen getötet zu werden. Irgendwie gelang es ihm zu überleben, obwohl die Pfeile seinen Körper durchbohrten. Er wurde von der Witwe von St. Castulus, die zuvor gegangen war, um seinen Körper zu bergen, wieder gesund gepflegt. Als Kaiser Diokletian jedoch erfuhr, dass Sebastian überlebt hatte, befahl er seinen Soldaten, ihn zu fangen und zu Tode zu schlagen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde er in der römisch-katholischen und der orthodoxen Kirche verehrt. Er gilt als Schutzpatron der Bogenschützen, Soldaten und Sportler und soll Menschen vor der Pest retten. In Italien gibt es auch eine ihm gewidmete Kirche, die auch heute noch von vielen Pilgern besucht wird. Unterhalb dieser Kirche befindet sich eine christliche Katakombe.

Kindheit & frühes Leben

Einige Quellen besagen, dass der Heilige Sebastian um 256 n. Chr. In Narbonne in Gallien, Italien, geboren wurde. Nach einigen anderen Quellen stammte er aus Gallia Narbonensis. Er wurde in Mailand ausgebildet. Über die Umstände seiner Geburt oder seines frühen Lebens ist nichts anderes bekannt.

Späteres Leben & Martyrium

283 n. Chr. Ging Sebastian nach Rom und diente als Prätorianergarde unter Diokletian und Maximian. In Anbetracht seiner körperlichen Verfassung und Ausdauer wurde er bald zum Kapitän befördert.

Zu dieser Zeit gab es die Zwillingsbrüder Marcus und Marcellian, die ins Gefängnis gesteckt wurden, weil sie sich geweigert hatten, römischen Göttern öffentliche Opfer zu bringen. Beide waren Diakone der christlichen Kirche und ihre Eltern hatten sie gebeten, auf das Christentum zu verzichten.

Es war Sebastian, der ihre Eltern überzeugte, zum Christentum zu konvertieren. Seine Bemühungen halfen den Zwillingsbrüdern, während ihrer Verfolgung ihrem Glauben treu zu bleiben, und gaben ihnen die moralische Kraft, ihrem Martyrium mit Mut zu begegnen.

Zwischen 283 und 285 n. Chr. Überredete Sebastian mehrere Menschen, während des Militärdienstes zu konvertieren.

Einige Christen, die von Sebastian wussten, brachten eine Frau namens Zoe zu ihm. Sie hatte viele Jahre nicht sprechen können. Sebastian betete mit ihr und sie erholte sich und bekam die Kraft der Sprache zurück. Infolge dieses Wunders folgten auch viele Menschen, die sie kannten, dem Christentum.

286 n. Chr. Wurde Sebastian, dessen christlicher Glaube bis dahin verborgen war, schließlich von Kaiser Diokletian entdeckt. Der Kaiser war wütend, als er die Verschleierung von Sebastians Religion als eine Form des Verrats betrachtete. Er befahl seinen Bogenschützen, Sebastian zu erschießen.

Sebastian überlebte den ersten Angriff auf wundersame Weise und wurde von der Witwe von Castulus, Irene von Rom, wieder gesund gepflegt. 288 n. Chr. Ging er noch einmal vor Diokletian, um ihm zu sagen, was er von seiner Grausamkeit hielt. Diokletian war überrascht, Sebastian lebend zu sehen. Er befahl seinen Wachen, ihn zu Tode zu schlagen.

Die Wachen schlugen Sebastian zu Tode und warfen seinen Körper in einen Abwasserkanal. Sein Körper wurde später von einer frommen Christin geborgen, die zuvor davon geträumt hatte, dass Sebastian sie bat, seinen leblosen Körper in der Nähe der Katakomben am Eingang des Friedhofs von Calixtus zu begraben.

Erbe

Sebastians Überreste befinden sich heute in Rom in der Basilika Apostolorum. Es wurde 367 von Papst Damasus I. erbaut. Es wurde in den 1610er Jahren unter der Schirmherrschaft von Scipione Borghese rekonstruiert. Heute ist die Kirche als San Sebastiano Fuori le Mura bekannt.

934 n. Chr. Wurde Sebastians Schädel in die Stadt Ebersberg gebracht. Dort wurde eine Benediktinerabtei gegründet, die heute als eine der bekanntesten Pilgerstätten Süddeutschlands gilt.

Das Martyrium des Heiligen Sebastian wurde bekannt, nachdem der Bischof Ambrose von Mailand aus dem 4. Jahrhundert ihn in seiner Predigt zu Psalm 118 erwähnte. Er gilt heute als beliebter Heiliger, insbesondere unter Sportlern. Er wird auch für seine besondere Fähigkeit verehrt, Menschen vor der Pest zu schützen.

Kurzinformation

Geboren: 256

Staatsangehörigkeit Französisch

Berühmt: Spirituelle und religiöse Führer Französische Männer

Gestorben im Alter von 32 Jahren

Auch bekannt als: Sebastian, Sebastian von Mailand, St. Sebastian, der Märtyrer

Geborenes Land: Frankreich

Geboren in: Narbonne, Frankreich

Berühmt als Heilige